Dienstag, 27. Mai 2014

Hofberichterstattung

Zur Zeit fahre ich ja nicht so viel mit der Tram, weshalb ich leider keine #Tramfahren-Berichte schreiben kann. Beobachten und lauschen kann man jedoch auch an anderer Stelle, zum Beispiel im Hinterhof meines Mietshauses.

Ich liebe diese Hinterhofatmosphäre! Der Hof ist ein großer, wunderschön begrünter Bereich zwischen zwei Nebenstraßen. Abgesehen von meinem und zwei weiteren Gärtchen ist dieser Innenhof für alle Anwohner da und wie ein Park gestaltet. Und die Anwohner nutzen ihn zum Spazierengehen, Plaudern und für ihre Hunde zum Spielen.



Ruhig ist es hier. Kein Auto stört die Idylle und die Straßen sind hier auch nicht zu hören. Stattdessen hört man jedes gesprochene Wort - und andere Geräusche. ;o)

So höre ich jeden Abend aus meinem Hochbett den Gurgler. Jeden Abend zwischen 23 und 24 Uhr gurgelt ein Mann ausführlich und langanhaltend. "Grrrrrrrr..." schallt es im Minutenabstand über den Hof. Ich kichere jedes Mal. ;o) Neuerdings gurgelt er auch morgens!

In einem der Nachbarhäuser wohnt ein Musiker - oder eine Musikerin. Ein klezmer-begeisterter Klarinettenspieler, der auch Gitarre klampft und öfter zusammen mit anderen Musik macht. Es wird auch gesungen dabei - "mein kleiner grüner Kaktus" gehört zum festen Repertoir.

Natürlich komme ich auch nicht umhin, Balkon-Gespräche zu belauschen. "War es bei Ihnen gestern auch so nass auf der Treppe?", rief eine Oma unlängst zur Oma auf dem Balkon unter ihr. "Da war 'ne riesige Pfütze, ich wäre fast ausgeglitten, als ich mit dem Rollator durch musste!"



So isses, das beschauliche Leben in der Stadt. Ein Genuss. :o)