Dienstag, 16. April 2013

Ich mache SPOCHT! Teil 2: Jetzt wird's ernst...

Wer von euch am letzten Dienstag vergeblich im Blog nach der sportlichen Fortsetzung gesucht hat, bei dem möchte ich mich entschuldigen. Unvorhergesehene Zwischenfälle ließen den SPOCHT letzte Woche ausfallen... Schade, hm? ;o)
Dafür war ich aber heute tapfer und habe mich in die Geheimnisse von Dr. Wolffs Rückentraining einweisen lassen. Denn wie ich euch ja schon verraten habe, habe ich keine Rückenmuskeln. Dagegen muss was getan werden.
Das Absolvieren des therapeutischen Kräftigungszirkels - ein überwachtes (konzentrisch/exzentrisches) Grundlagentraining für Kraftausdauer (einfach, sicher, effektiv) - verspricht jedenfalls den langsamen, aber gründlichen Aufbau aller unterentwickelter, weil wenig beanspruchter Muskeln in Rücken, Schultern und Bauch.
Meine Coachin Annika erklärte mir geduldig und fröhlich jedes einzelne Gerät. Die Geräte tragen alle so schaurige Namen wir "Rückenstrecker" und "Rumpfbeuger" - vor lauter Ehrfurcht habe ich die anderen Namen vergessen.
Die Bedienung der Geräte ist (rein logisch betrachtet) einfach. Jeder, der schon mal in einer Muckibude war, weiß ja, dass man den Schwierigkeitsgrad mittels Auswahl der Gewichte selbst einstellen kann. Da ich (bzw. meine Kondition) einer Voruntersuchung unterzogen worden bin (ist), sind die Daten meiner persönlichen Beanspruchbarkeit auf meiner persönlichen Chipkarte gespeichert. Diese wird in den Bordcomputer jedes Geräts gestopft, und der Computer spuckt meinen persönlichen Schwierigkeitsgrad aus: Steffi --> sehr schwach --> Gewicht 1 (5 kg oder so) --> 16 Wiederholungen.
Och, dachte ich häufig, ist ja gar nicht so schwer... Aber eine Runde Kräftigungszirkel umfasst insgesamt 3 Sets - also dreimal Strampeln, Ziehen, Beugen, Drücken und Stemmen an allen 9 oder 10 Geräten (ich muss nochmal zählen). Das merkt man dann schon! Aber es fühlt sich gut an. Da spürte ich plötzlich Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass mein Körper sie besitzt. Doch, rudimentär sind sie offenbar noch vorhanden...
Jedenfalls erfüllte (manchmal sogar übererfüllte!) ich brav meine drei Runden, geriet dabei nur etwas ins Schwitzen, da man die Übungen sehr langsam ausführen muss. Dabei genoss ich die Aussicht auf die Muskelprotze (ich war zur Rush Hour dort - das passiert mir nicht wieder) und die Herrentoilette im Bürohaus gegenüber, in der man trotz Milchglasscheiben die Herren an der Rinne stehen sehen konnte... Das war der unterhaltsame Teil.
Denn das Trainieren an den Geräten ist recht langweilig. Man keucht leise vor sich hin, versucht dabei nicht zu verkrampft und angestrengt auszusehen (es könnte ja einer der Muskelprotze gucken) und ist ziemlich einsam. Mir fehlt die Motivationswirkung von anderen keuchenden und schwitzenden, am gleichen Pensum verzweifelnden Mitleidenden! Muss mir unbedingt noch ein paar Kurse anschauen. Pilates interessiert mich. Und Yoga. Ist am Freitagvormittag. Hm.
Momentan genieße ich einen leichten, nicht sehr unangenehmen Muskelkater. ;o) Und bin fest entschlossen, schon am Donnerstag wieder SPOCHT zu machen und meine Muskeln zu stärken. Drückt mir die Daumen, dass mein Schweinehund nichts dagegen hat! ;o)
SPOCHT frei,
eure Steffi.

PS: Mein Getränk heute --> Wasser naturell mit dem Aroma von grüner Melone. Legger. ;o)