Dienstag, 30. April 2013

Blogger schenken Lesefreude! Die Verlosung von Wolfgang Herrndorfs "Tschick"!


Na??? Seid ihr gespannt, wer gewonnen hat?? ;o)
Ich war's auch!

Gewissenhaft hab ich die insgesamt 84 Teilnehmer (wow!! so viele hätte ich nie im Leben erwartet!! ich find's so schön, dass es so viele Leseratten gibt!) in eine Excel-Tabelle eingetragen, dann einen Zufallsgenerator-Befehl eingefügt, der mir die Nummer 29 ausgespuckt hat!! Nummer 29 ist:

Lotta Lunatic von www.lottasbuecher.blogspot.de!!! 

Herzlichen Glückwunsch!! :o) Du wirst umgehend per Mail benachrichtigt, Lotta! :o)

Mittwoch, 24. April 2013

Ich mache SPOCHT! Teil 4: Auch wenn's weh tut...

Mjaaa, eigentlich wollte ich ja gestern schon... aber dann hat Schweini... also Hundi... ihr wisst schon... wieder gemault und gejammert... So dass ich erst heute zum SPOCHT geradelt bin. Gleich vormittags. Nach einer eher kurzen Nacht.
In der Muckibude war's angenehm leer. So fiel's nicht weiter auf, wie lustlos ich meine Runden drehte. Mein Unausgeschlafensein machte sich durch zitternde Beine und völlig fehlende Kondition bemerkbar. Ich schwitzte mich brav von Folterbank zu Folterbank und trank dabei jede Menge Wasser mit Waldmeisteraroma (lecker!). Und fluchte innerlich über das Pensum.
Glück im "Unglück" hatte ich allerdings auch: Der Bordcomputer des Lat-Zugs, ein Folterinstrument zum Stählen der Armmuskeln (Klimmzug-Bewegung), war kaputt. Hurra! Durfte ich schwänzen. Denn wo nicht gezählt wird, muss man sich doch auch nicht mühen, oder? ODER??
Trotzdem bin ich stolz auf mich, dass ich heute nicht wieder geschwänzt habe. Freitag geht's weiter!
SPOCHT-Reporterin Steffi

Dienstag, 23. April 2013

Blogger schenken Lesefreude! Buch-Rezension zu Wolfgang Herrndorfs "Tschick"

Ich hatte euch ja schon erzählt, dass ich „Tschick“ zuerst als Theaterstück sah, bevor ich das Buch las. Sowas ist selten.

Im Theater nur sparsam mit Kulissen illustriert, hatte ich bereits dort beim Zuschauen ein lebhaftes Kopfkino. Und ich war gespannt, ob beim Lesen meine Phantasie die gesehenen Szenen verdrängt oder ob sie sich miteinander vermischen. Ersteres war der Fall. Die lebendige Sprache von Wolfgang Herrndorf beschwor so bunte Bilder herauf, dass ich das Buch sofort hätte verfilmen können.

Aber was ist denn nun „Tschick“? Oder besser gefragt: Wer ist Tschick?

Tschick ist der Spitzname des neuen Mitschülers von Maik. Maik ist vierzehn Jahre alt, geht aufs Gymnasium und hat keinen Spitznamen – bis auf eine kurze Zeit, in der ihn alle „Psycho“ nannten, weil er einen ehrlichen und undramatischen Aufsatz über die Alkoholsucht seiner Mutter schrieb. Maik ist ein Außenseiter, auch schon vor dem Aufsatz. Er hält sich selbst für langweilig und hat keine Freunde. Und auch keine Hoffnung, dass sich das jemals ändert.

Bis Tschick in die Klasse kommt. Tschick heißt mit vollem Namen Adrej Tschichatschow und ist Russe. Genauer gesagt: deutschstämmiger Russe und jüdischer Zigeuner mit Wurzeln an der Wolga und in der Walachei, wie er sagt. Zu Anfang der Sommerferien drängt sich Tschick in Maiks trostloses Leben. Erst widerwillig, später mehr und mehr neugierig freundet sich Maik mit dem durchgeknallten Tschick an und lässt sich von ihm überreden, mit einem geklauten Lada in den Urlaub zu fahren. Denn allzu verlockend erscheinen ihm die Sommerferien sowieso nicht. Seine Mutter ist gerade wieder in der Entziehungsklinik, sein Vater nutzt die Gelegenheit, mit seiner Geliebten zu verreisen. Und Maik ist allein mit sich, wie immer eigentlich.

Ursprünglich wollten die beiden Jungs ja auch nur auf Tatjanas Party vorbeischauen, zu der sie nicht eingeladen sind, was besonders Maik sehr kränkt, da er unsterblich in die Klassenschönheit verliebt ist. „Alle in der Klasse sind voll in Tatjana. Aber voll.“, sagt Tschick, der sich wundert, dass Maik das anscheinend kalt lässt, und erst allmählich aus ihm herauskitzelt, dass Maik ihr sogar ein Bild als Geburtstagsgeschenk gezeichnet hat.

Die verblüfften Gesichter der Partygäste versetzen die Jungs in ein Hochgefühl. Am nächsten Morgen machen sie sich mit dem Lada und sorglos zusammengestoppeltem Proviant auf den Weg quer durch Ostdeutschland in Richtung Walachei, wo immer die liegen mag.

Unterwegs begegnen den Jungs immer wieder merkwürdige Menschen. Schnell lernen die beiden, dass man, wenn man erst mal seine Vorurteile abgelegt hat, hinter Schrullen und Macken liebenswerte und hilfsbereite Menschen entdecken kann. Da gibt es eine kinderreiche Öko-Familie mit ungeheurem Allgemeinwissen. Den paranoiden Einsiedler, der die letzten Häuser seines Dorfs verteidigt, das dem Braunkohletagebau weichen soll. Ein tollpatschiges, herzliches Flusspferd. Und Isa, das Mädchen von der Müllkippe, das sich den Jungs ungebeten anschließt und zu einer neuen, zarten Liebe für Maik wird.

Die Reise endet mit einem schlimmen Unfall auf der Autobahn und holt die Jungs abrupt zurück in die Realität. Die Konsequenzen: ein Gerichtsverfahren, Tschick muss ins Jugendheim, Maik muss soziale Arbeit leisten.

Doch obwohl die Freunde nun getrennt sind, obwohl Isa weg und unklar ist, ob Maik sie je wiedersieht, bleibt ihnen allen das Gefühl, einige unvergessliche Sommertage - ein richtig großes Abenteuer - erlebt zu haben, das sie irgendwie wachsen ließ, das sie zusammengeschweißt hat und eines Tages wieder auf Anselm Wails Hohem Berg stehen lassen wird - in 50 Jahren , am 17. Juli 2060 um fünf Uhr nachmittags.

Die atemlos machende, rasante, großartige Verrücktheit der Geschichte klang in mir lange nach. Hervorgerufen durch Wolfgang Herrndorfs phantastisch bildhafte, ungekünstelte Sprache. Ihm nimmt man den jugendlichen Jargon ab (denn die Geschichte wird aus Maiks Sicht erzählt), seine Worte klingen nicht wie eine auf jung getrimmte Erwachsenensprache, die sich bemüht, die Jugend zu imitieren. Nein, das hier ist echt und fühlbar. Kopfkino mit Filmmusik - Nick Drakes „Pink Moon“, Grillenzirpen und Wind im offenen Autofenster. Mit dem Geruch nach reifem Getreide, Müll, Benzin und Staub. Und mit Sommerhitze in Kunstledersitzen und feuchter Wiesenkühle unter einem unendlichen Sternenhimmel.

Und nun hab ich mich beim Nachblättern im Buch wieder festgelesen. Will das Gefühl nicht loslassen und gern mit euch teilen.
Wer von mir ein Exemplar von Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ erhalten möchte, schreibt mir unter diesen Blog einen Kommentar (bis zum 30.4.13 um 20 Uhr) – ob er neugierig geworden ist oder sich amüsiert hat, zum Beispiel. ;o) Anlässlich des heutigen Welttages des Buches verlose ich unter allen Kommentierenden ein Exemplar des Buchs!

Viel Glück für euch! Und ganz viel Spaß beim Lesen!!

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Nachtrag vom 30.4.: Wenn ihr wissen wollt, wer gewonnen hat, klickt mal hier! ;o)

Montag, 22. April 2013

Es ist Schnäppchenmontag!!!

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Wer weiß, vielleicht ist es ja gerade dein Lieblingsstück?

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Freitag, 19. April 2013

Ich mache SPOCHT! Teil 3: Kampf dem inneren Schweinehund!

Okay, das mit Donnerstag war dann ja wohl nichts... Mein Schweinehund hatte tausend Ausreden und sowieso was besseres zu tun... Naja...

Aber heute, gleich früh morgens, hab ich mich aufs Fahrrad geschwungen und bin in den Sportpark geradelt. Denn auf dem Kursplan stand Pilates! Das wollte ich ausprobieren!

Positiv: Ich war die jüngste Teilnehmerin. Negativ: Ich war auch die unfitteste...
Alle anderen Damen und auch Herren (!) waren so um die 50-60 und hatten sichtlich mehr Muskeln, um im Liegen mit leicht angehobenem Oberkörper die Beine gestreckt in der Luft zu halten, dabei mit den Knöcheln einen Ball zusammenzudrücken, richtig zu atmen und "glücklich" zu gucken.
Pilates wird (wie kann es anders sein) vom Lars veranstaltet - jetzt weiß ich also den Namen des knackigen Kerlchens. Und Lars achtete pingelig genau darauf, dass unsere Füße das "Pilates-V" bildeten (die Zehen schräg nach außen gerichtet und gestreckt), dass Bauch und Becken immer gespannt blieben und wir nicht schummelten. Dafür klemmte er denn auch (ich lag gerade schnaufend auf dem Rücken) meine Hüften zwischen seine Beine, um mich zu fixieren. Aber hallo! ;o)
Ich kam also tüchtig ins Schwitzen und merkte wieder deutlich, welche Muskeln ich nicht besitze. Aber es war angenehm, auf diese Weise gefordert zu werden, und ich denke, da gehe ich wieder hin.

Nach dem Pilates-Stündchen dachte ich mir: Jetzt bist du schon mal da und gut erwärmt, dann kannst du auch noch an die Geräte, deine drei Runden absolvieren. Gesagt - getan.
Zusammen mit einer anderen Dame, die mir immer ein Gerät voraus (und drei Gewichte "über mir") war, schnaufte ich mich tapfer von der Stützstemme zur Beinpresse und zum Brustdrücker. Doch doch, die Folterinstrumente haben wohlklingende Namen. Aber wohl war mir heute nicht. Durch den Kurs vorneweg war ich schon reichlich ausgepowert und musste manchmal zwei-drei Wiederholungen weniger machen. Das ist okay, sagte Annika, das wird gespeichert und das Pensum beim nächsten Mal vom "Bordcomputer" angepasst. Was nicht geht: Man kann nicht bei den Gewichten schummeln! Einfach mal eine Gewichtsklasse weniger einzustellen, hat den Effekt, dass die Übungen einfach nicht gezählt werden. Haha, schlau eingefädelt! ;o)


Alles in allem, so müde gesportelt und fahrradheimgestrampelt und duftend geduscht und mit gesundem Gemüsereis (Foto!) sattgefuttert, fühle ich mich jetzt vorbildlich und zufrieden und entspannt. Das Wochenende kann kommen.
Euch ein schönes selbiges!
Sportreporterin Steffi.

PS: Getränk heute: Wasser naturell mit Drachenfrucht-Litschi-Aroma - bisschen süß!

Dienstag, 16. April 2013

Ich mache SPOCHT! Teil 2: Jetzt wird's ernst...

Wer von euch am letzten Dienstag vergeblich im Blog nach der sportlichen Fortsetzung gesucht hat, bei dem möchte ich mich entschuldigen. Unvorhergesehene Zwischenfälle ließen den SPOCHT letzte Woche ausfallen... Schade, hm? ;o)
Dafür war ich aber heute tapfer und habe mich in die Geheimnisse von Dr. Wolffs Rückentraining einweisen lassen. Denn wie ich euch ja schon verraten habe, habe ich keine Rückenmuskeln. Dagegen muss was getan werden.
Das Absolvieren des therapeutischen Kräftigungszirkels - ein überwachtes (konzentrisch/exzentrisches) Grundlagentraining für Kraftausdauer (einfach, sicher, effektiv) - verspricht jedenfalls den langsamen, aber gründlichen Aufbau aller unterentwickelter, weil wenig beanspruchter Muskeln in Rücken, Schultern und Bauch.
Meine Coachin Annika erklärte mir geduldig und fröhlich jedes einzelne Gerät. Die Geräte tragen alle so schaurige Namen wir "Rückenstrecker" und "Rumpfbeuger" - vor lauter Ehrfurcht habe ich die anderen Namen vergessen.
Die Bedienung der Geräte ist (rein logisch betrachtet) einfach. Jeder, der schon mal in einer Muckibude war, weiß ja, dass man den Schwierigkeitsgrad mittels Auswahl der Gewichte selbst einstellen kann. Da ich (bzw. meine Kondition) einer Voruntersuchung unterzogen worden bin (ist), sind die Daten meiner persönlichen Beanspruchbarkeit auf meiner persönlichen Chipkarte gespeichert. Diese wird in den Bordcomputer jedes Geräts gestopft, und der Computer spuckt meinen persönlichen Schwierigkeitsgrad aus: Steffi --> sehr schwach --> Gewicht 1 (5 kg oder so) --> 16 Wiederholungen.
Och, dachte ich häufig, ist ja gar nicht so schwer... Aber eine Runde Kräftigungszirkel umfasst insgesamt 3 Sets - also dreimal Strampeln, Ziehen, Beugen, Drücken und Stemmen an allen 9 oder 10 Geräten (ich muss nochmal zählen). Das merkt man dann schon! Aber es fühlt sich gut an. Da spürte ich plötzlich Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass mein Körper sie besitzt. Doch, rudimentär sind sie offenbar noch vorhanden...
Jedenfalls erfüllte (manchmal sogar übererfüllte!) ich brav meine drei Runden, geriet dabei nur etwas ins Schwitzen, da man die Übungen sehr langsam ausführen muss. Dabei genoss ich die Aussicht auf die Muskelprotze (ich war zur Rush Hour dort - das passiert mir nicht wieder) und die Herrentoilette im Bürohaus gegenüber, in der man trotz Milchglasscheiben die Herren an der Rinne stehen sehen konnte... Das war der unterhaltsame Teil.
Denn das Trainieren an den Geräten ist recht langweilig. Man keucht leise vor sich hin, versucht dabei nicht zu verkrampft und angestrengt auszusehen (es könnte ja einer der Muskelprotze gucken) und ist ziemlich einsam. Mir fehlt die Motivationswirkung von anderen keuchenden und schwitzenden, am gleichen Pensum verzweifelnden Mitleidenden! Muss mir unbedingt noch ein paar Kurse anschauen. Pilates interessiert mich. Und Yoga. Ist am Freitagvormittag. Hm.
Momentan genieße ich einen leichten, nicht sehr unangenehmen Muskelkater. ;o) Und bin fest entschlossen, schon am Donnerstag wieder SPOCHT zu machen und meine Muskeln zu stärken. Drückt mir die Daumen, dass mein Schweinehund nichts dagegen hat! ;o)
SPOCHT frei,
eure Steffi.

PS: Mein Getränk heute --> Wasser naturell mit dem Aroma von grüner Melone. Legger. ;o)

Montag, 15. April 2013

Immer wieder montags... ;o)

!! Das Montagsschnäppchen !!

Jeden Montag gibt es auf www.Klunkerfisch.de ein Schmuckstück zum Sonderpreis!
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Freitag, 5. April 2013

Ich mache SPOCHT! Teil 1: Das Leiden beginnt...

Da der Winter hartnäckig andauert, wird meine Winterspeckschicht immer dicker - ist jedenfalls mein Eindruck. Hosen kneifen, wenn ich mir die Schuhe zubinde. Die Treppe wird von Tag zu Tag steiler. Und der Blick in den Spiegel ist alles andere als erfreulich. Der in den Kühlschrank umso mehr...
Nee, so geht's nicht weiter, dachte ich mir vor einigen Tagen, und machte kurzentschlossen und todesmutig einen Termin in einem Fitness-Center aus, dessen Website eine allumfassende persönliche Betreuung in Form eines individuell zugeschnittenen Trainingsplans nach einem gründlichen Bodycheck anbietet. Das klingt gut - denn mein innerer Schweinehund wiegt in etwa das dreifache von mir und muss mit Fußtritten motiviert werden - und das Kursangebot des Centers (Zumba, Yoga/Pilates, Flexi-Bar u.a.m.) ist vielfältig, so dass ich denke: Da findeste was, was dir Spaß macht.
Wirklich ganz kurzentschlossen bin ich also in das Center marschiert, hab sofort einen Gesprächstermin gekriegt und - einen Vertrag abgeschlossen! Das ging echt fix! Halleluja! Ich war von meinem Mut selbst ganz überrumpelt.
Heute war mein erster Tag mit SPOCHT! Und ich musste mich heftig überwinden, tatsächlich hinzugehen.
Mir war vorher nicht klar, was für einen Aufwand es bedeutet, das nötige Equipment zu verstauen: Sportklamotten und Turnschuhe, klar. Ein kleines Handtuch für den Schweiß und als Mattenauflage. Ein Duschhandtuch. Badelatschen. Duschgel und sonstige Kosmetik. Und nicht zu vergessen: Die persönliche Trinkflasche, die ich erhalten habe und auf der mit grünem Edding mein Name prangt.
Mein Rucksack ist zu klein! Ich brauche eine größere Tasche - und sehe dann genau so aus wie die Muckibude-Typen, die mit ihrer SPOCHT-Tasche im Foyer herumlungern und sich exhibitionieren... Wobei: In diesem Fitness-Center gibt es keine Muskelprotze, das fiel mir schon beim Vorgespräch auf - das Durchschnittsalter liegt um die 45-50, die Leute sehen alle total normal aus und meine Hemmungen, meinen schokoladegestählten Body zur Schau zu stellen, sind auszuhalten.
Ja, Body... Zuerst machte man heute also den Bodycheck mit mir. Meine Muskelgruppen wurden eingehend getestet und gemessen - mit einem erschreckenden, wenn auch nicht überraschenden Ergebnis: Es sind keine Muskeln vorhanden. Also jedenfalls nicht im Rücken. Null, nada, nitschewo. Im Bauch auch nur wenige (dabei ist der doch so hübsch rund! da muss doch was sein!). Dafür bin ich überraschenderweise in Brust, Schultern und Armen gut bestückt (ein Schelm, wer jetzt was anderes denkt) - da bin ich stark und leistungsfähig, schau an. Ich bin gespannt, was sich die Annika, meine persönliche Trainerin (naja.. Checkerin) für mich für einen Trainingsplan ausdenkt. Ein bisschen gruselt mich - hoffentlich schickt sie mich nicht an die Geräte. So allein vor mich hin zu schnaufen ist nicht gerade mein Traum...
Kurse schon eher! Denn da muss man mitziehen, darf sich ja nicht blamieren durch zu häufiges Pausemachen. Also hat mich Annika heute gleich in einen Flexi-Bar-Kurs gesteckt. Kennt ihr das? Dieses wilde Herumgewippe mit Plastik-Stäben? Meine Güte, das sieht so einfach aus und ist so schwer! Ich hab partout keinen Rhythmus reingekriegt! Schon gar nicht, wenn ich dabei auch noch anstrengende Positionen einnehmen musste, den Stab irgendwo unter meinen gegrätschten Beinen schwingen lassen und dabei auch noch mit dem Fuß wippen sollte. Kein Witz! Sollte ich machen! Mit hochrotem Kopf, schnaufend und schweißgebadet!
Der wirklich sehr knusprig aussehende Trainer (dessen Namen ich mir vor lauter Aufregung nicht gemerkt habe) absolvierte die Übungen mit ekelerregender Lässigkeit, schob hier und da noch übermütige Lambada-Hüftschwünge ein, pfiff und sang zur (tatsächlich mitreißenden) Dirty-Dancing-Mugge und forderte uns per Mikro unbekümmert-fröhlich auf, wir sollen doch bitte "glücklich gucken".
Glücklich?? War ich erst, als die Stunde vorbei war und ich für mich verbuchen konnte, dass ich mehr als zwei Drittel des Pensums geschafft hatte. Ach kommt schon! Für's erste Mal doch nicht schlecht, oder? Nach quasi .. hm hm .. Jahren SPOCHT-Abstinenz??
Ich bin jedenfalls stolz auf mich und belohne mich jetzt.. nein, nicht mit Schokolade (die ist alle, leider) mit einem Apfel. So als Vorspeise erstmal.Und dann überlege ich mir, was ich heute Abend noch anstelle. Sollte mich nur bald entscheiden, bevor der Muskelkater seine Krallen in mein Fleisch schlägt und ich bewegungsunfähig in die Couch wachse...
Am Dienstag geht's weiter mit dem SPOCHT! Ich werde berichten!
Eure SPOCHT-Reporterin Steffi.

Donnerstag, 4. April 2013

Spiegelungen

       

Bellis hat eine Sendung im TV gesehen - über Delphine, und dass die sich selbst im Spiegel wahrnehmen können.
Keine Ahnung, was das für Fische sind, aber wir mussten natürlich als Versuchskaninchen für diesen "Spiegel" herhalten!
Bellis hat also einen "Spiegel" (so'n Holzdings mit Glas drin) auf die Erde gestellt. Und Miss Flauschi, die neugierige Nase, hat ihn eingehend beschnüffelt. Naja... ich auch. Roch nach Holz und Glas. Hm.
Doch da!! Da waren doch tatsächlich zwei fremde Hasen zu sehen! Und die bewegten sich! Rochen aber gar nicht nach Hase... Sehr seltsam. Wenn wir auf sie zuhoppelten, hoppelten sie auch zu uns. Aber das Glas zwischen uns ließ sie nicht raus. Gemein!
Mir war das ja schnell zu öde. Sind da halt zwei fremde Kaninchen, aber wenn die nicht zum Spielen rauskommen aus ihrem "Spiegel", dann kann ich mit denen nichts anfangen. Außerdem sah ich, dass der eine Hase (ein schwarzer) auch weglief, als ich mich aus dem Staub machte. Pöh.
Missi dagegen war viel länger fasziniert vom "Spiegel". Sie schnupperte seine Seiten ab, krabbelte sogar hinter das Teil, um zu gucken, ob sie von dort zu den Hasen darin kommt. Ging aber auch nicht. Dann versuchte sie es von oben... Ebenfalls kein Glück. Schließlich gab sie auch auf und ließ die Fremdhasen fremd sein.
Und irgendwann war der "Spiegel" dann auch wieder verschwunden. Alles normal!
Alltagsgrüße,
euer Buster.