Freitag, 24. August 2012

Traumhaft

Traumhaft 

gefangen bin ich im luftigen Schloss
ich hab die Tore mit Argwohn versperrt
das Fundament ich aus Einsamkeit goss
mit Hochmut hab ich die Mauern bewehrt

ich träum wolkenhoch die Kuppeln, den Turm
aus Wünschen – so groß – und aus Phantasie
Distanz vertreibt rasch so manch kleinen Wurm
der lindern will gern meine Apathie

mit Spiegeln, die ich – zerbrochen – zerschlug
kleb ich ein glanzvolles Glasmosaik
ein Schritt wär ein Schnitt in den Selbstbetrug
drum schwebe ich nur und schau nicht zurück

nicht runter schau ich – ich seh mich allein
hab zu die Augen – so fest ich nur kann
ich weiß ganz genau, es kommt nichts herein
brech ich nicht irgendwann selbst diesen Bann

© Bellis Klunkerfisch