Mittwoch, 27. April 2011

Besuch auf unserem Balkon!


Als wir heute unsere abendliche Runde auf dem Balkon hüpfen durften und dabei sorgfältig die Blumentöpfe auf neues Grün inspizierten - da gesellte sich doch plötzlich ein Besucher zu uns!
Eine ganze Weile saß eine Taube, mit neugierig langgerecktem Hals, auf der Balkonbrüstung und beobachtete uns ziemlich fassungslos. Was hatte sie erwartet? Dass wir ihr tatenlos zusehen würden, wie sie die Blumensamen aus der Erde pickt? Nee nee, du Vogel, das ist UNSER Balkon! Naja, also mit Bellis zusammen, oder so...
Jedenfalls haben wir drei zusammen die Taube dann vertrieben. Jawoll.
Stolze Grüße,
euer Buster.

Montag, 25. April 2011

So denk: Es ist die reinste Minne! --> Romantischer Frühlingsschmuck!

In der Wühlkiste eines Antiquariats entdeckte ich ein Buch mit fleckigem Leineneinband, einen Briefroman, der zwei Euro kosten sollte und beim Durchblättern eine schöne Fraktur-Schrift offenbarte, mit der sich sicher romantischer Schmuck machen ließe - dachte ich.
Dann war ich so leichtsinnig, beim Tramfahren in das vermeintlich altmodisch-kitschige, geschraubt klingende, langweilige Buch hineinzulesen - und war berührt.

Das Buch enthält den Briefwechsel zwischen Adelheid v. Mühler, ihrem Ehemann Heinrich v. Mühler und Alfred v. Bünting zwischen 1844 und 1849. Eine Dreiecksbeziehung? Ganz und gar nicht!

Aus dem Geleitwort des Buchs:
"Der Briefwechsel führt tief hinein in das innerste Leben dreier hochgesinnter Menschen: eine Brieffreundschaft zwischen einer jungen Frau und einem jungen Offizier […] - eine Freundschaft, die im Grunde doch eine Liebe war […]"

Beim Lesen des Buchs finden sich jedoch viele Stellen, an denen man fühlen kann, dass Adelheid die Liebe ihres Freunds ahnte - und erwiderte, auch wenn darüber nie offen gesprochen wurde. Diese platonische Liebe, die reinste Minne, inspirierte mich zu einer kleinen Frühjahrskollektion.
Die ausgesuchten Wörter auf den Schmuckstücken sind wie ein Lesen zwischen den Zeilen, wie eine Quintessenz aus den Quasi-Liebesbriefen: geheimnisvoll, romantisch, voller Liebe und Wärme. Und damit perfekt für einen romantischen Frühling!

Wenn auch du dich von der Frühlingsromantik einfangen lassen möchtest, dann besuche www.Klunkerfisch.de und stöbere dich durch die Liebesbrief-Schmuckstückchen!

Einen wunderschönen Frühling wünscht dir der Klunkerfisch!

Freitag, 22. April 2011

Der frühe Hase fängt... die erste Blume!

Heute morgen durften wir schon ganz zeitig auf den Balkon hinaus. Bellis konnte nicht mehr schlafen. Und wir waren daran schuld, weil wir solchen Krach gemacht haben. Also hat sie uns rausgeschmissen. Naja, unglücklich waren wir darüber nicht.
Aber zu fressen hatte sie uns nichts gegeben. Also hieß es: selbst ist der Hase. War zumindest das Motto von Miss Flauschi, die sich über die Akelei hermachte und sie ratzekahl abfutterte. Sehr zu Bellis' Missfallen. Denn es war die bisher einzige Blume mit Blütenknospe auf dem Balkon.
Nachdem Missi die Akelei geschafft hatte, stürzte sie sich auf Topinambur und Thymian (wobei sie sich kaum entscheiden konnte, was sie zuerst fressen sollte), um danach, gesättigt und unternehmungslustig, ein paar Blumentöpfe umzugraben bzw. umzuschmeißen.
Das war dann auch das Ende unseres morgendlichen Ausflugs. Jetzt ruhen wir im Stall, versorgt mit Möhren und Heu, und hoffen auf ein ähnliches Abenteuer am Nachmittag. Dann unter Aufsicht, vermute ich mal.
Frohe Ostern euch allen!
Euer Buster.

Dienstag, 19. April 2011

Klunkerfisch's Froschprinzen

Irgendwie sind sie zu meiner Spezialität geworden, die Froschprinzen. Mit einem dicken Frosch, auf einem Herz thronend, hat es angefangen. Eine rosabeherzte Froschprinzessin kam dazu, dann ein ganz kleiner Frosch... Und mittlerweile sind es ziemlich viele Klunkerfisch-Froschprinzen, die in der weiten Welt herumquaken und hoffentlich immer fleißig ihre Prinzessin knutschen - oder von ihr geknutscht werden!



Zur Zeit arbeite ich am Froschprinzen Till - er wird auf einem goldgelben Ring sitzen und ist für Prinzessin Amelie bestimmt. Wer sehen möchte, wie der Ring entsteht, der klicke auf diesen Facebook-Link!

Montag, 18. April 2011

Die große Freiheit.

Da es so schön warm ist, dürfen Miss Flauschi und ich, kaum dass Bellis zu Hause ist, meist sofort raus auf den Balkon. Und das genießen wir sehr!
Wir kosten alles, was grün ist (naja, ist ja bis jetzt kaum was da), sausen wie die Verrückten herum und hinterlassen dabei eine Schneise der Verwüstung (seht ihr die herumkullernden Keramik-Pilze?), wir freuen uns über die Sonne und so viel Platz - und letzteres ganz besonders. DENN: Die Tür steht ja immer offen. Das heißt, wir können hinaus und wieder herein und hin und her... und auch hinauf, wie man sieht.
Das habe ich heute nämlich zum ersten Mal ausprobiert: auf einen großen Blumentopf zu hüpfen. Hach! Echte Erde zum Buddeln!
Komisch, Bellis fand das gar nicht lustig. Sie hat mich runtergescheucht, dabei flogen doch die weichen Erdkrumen so richtig schön weit... Aber bestimmt kann ich das später nochmal ausprobieren! - Huch! Balkontür zu? Na gut, dann morgen wieder!
Schönen Abend euch allen!
Euer Buster.

Mittwoch, 13. April 2011

Die Oma aus Omsk - ein Tramfahren-Special

In der Straßenbahn möchte eine kleine Omi samt weißer Strickmütze und Einkaufsrolli mit mir aussteigen. Ich drücke auf den Halteknopf und warte, bis sie die Stufen hinuntergeklettert ist, bevor ich auch aussteige.
Draußen bedankt sie sich bei mir. Ich bin verwundert – wieso sie sich bedankt, möchte ich wissen. Nuja, sagt sie (mit hübschem „Jelbe-von-det-Ey“-Akzent), bei Menschen, die einem im Alltag lieb und nett begegnen, müsse man sich bedanken. Immerhin hätte ich den Knopf gedrückt und sie zuerst aussteigen lassen.
Ich lache verlegen und winke ab und sage, dass das doch klar ist. Nee nee, meint sie, das wäre nicht selbstverständlich. Wo sie herkommt, frage ich sie, denn ihr Akzent klingt so niedlich. Sie kommt aus Omsk, aus Sibirien, erklärt sie, und lacht mich mit hundert Goldzähnen ab, als ich staune: so weit weg! Ja, sagt sie, aber sie lebt nun schon seit sieben Jahren in Deutschland. Ich staune wieder, denn sie spricht ganz hervorragend Deutsch. Das ist kein Wunder, erzählt sie, ihre Mutter, die immerhin fünfundneunzig Jahre alt geworden ist, hat ihr ganzes Leben lang mit ihr Deutsch gesprochen, denn ihre Familie sind Russlanddeutsche – Wolgadeutsche.
Wie es sie nach Deutschland verschlagen hat, möchte ich wissen. Hierher ist sie mit ihren Kindern gezogen, zuerst nach Halle. Aber da gab’s keine Arbeit. Ihre Söhne fanden dann Jobs in „Gietersloh“ und Bielefeld, ihre Frauen auch, im Krankenhaus. Nur sie ist hiergeblieben, allein. Und sie ist nun schon einundachtzig.
Irre, was man auf einem Hundertmeterfußweg alles erfährt. Und wie viel man dann am liebsten noch wissen möchte. Woher ihre Familie ursprünglich stammt, zum Beispiel, und wie sie nach Omsk gekommen sind. Aber an der Ampel trennen sich unsere Wege. Sie wünscht mir alles Liebe und Gute – und ich ihr auch, von ganzem Herzen.

Montag, 11. April 2011

Wochenend' und Sonnenschein...

Leute, war das ein phantastisches Wochenende, hm? Naja gut, am Samstag war's noch bisschen frisch. Aber der Sonntag! Hach! Deshalb war Bellis schon zeitig am Räumen und Bauen - sie hat den Balkon hasensicher gemacht. Jedes Schlupfloch, jeder Winkel, jede Zaunlücke wurde mit feinem Hasengitter abgedichtet, so dass uns nichts passieren kann, wenn wir draußen herumtoben. Und herumgetobt sind wir! Mannomann! Miss Flauschi hat sich vor lauter Übermut gar nicht mehr eingekriegt. Sie musste an jedem kleinen Blümchen kosten, das fand Bellis gar nicht lustig, weil die Blümchen noch nicht sehr zahlreich und auch noch nicht sehr groß sind. Ich bin da ja vernünftiger, ich knabbere höchstens mal ein bisschen trocknes Gras vom Vorjahr. Wenn da dann allerdings ein Blättchen dabei ist, dann kann ich natürlich nichts dafür, das hab ich dann glatt übersehen... Mjammm.
Vom vielen Toben mussten wir uns dann erstmal im Schatten ausruhen. Sehen wir nicht sehr entspannt aus? Mal sehen, ob wir heute Abend wieder rausdürfen.
So long, Leute, habt einen sonnigen Tag!
Euer Buster.