Freitag, 30. Dezember 2011

Besuch zwischen den Jahren

Ist ja nicht so, als wäre es sowas Besonderes, dass Nicki und Lilli uns besuchen, wenn ihre Familie verreist. Und deshalb kapiere ich es überhaupt nicht, wieso Bellis dann jedes Mal so aus dem Häuschen ist! Ständig dieses entzückte Quieken, wenn die beiden ihr die Finger abschlecken - ich kann's nicht mehr hören! Es war zu erwarten, dass auch Miss Flauschi völlig durchdreht. Die Drama Queen sauste panisch durch's Zimmer und den Gasthasenstall und sorgte für ein fabelhaftes Chaos. Ich hab mich erst mal hinter die Couch verkrümelt, bis sie sich beruhigt hatte. Als ich die Lage später kontrollierte, zeigten sich Nicki und Lilli echt erfreut, uns zu sehen. Netterweise hatte Bellis unsere Käfige nebeneinander gestellt und die Seitenteile hochgeklappt, so dass wir uns besuchen konnten. Die Brücke der Freundschaft lag natürlich auch davor. Dem allgemeinen Begrüßungsschlecken und gegenseitigen Futterkosten stand also nichts im Weg.

Tatsächlich hatte sich eigentlich keiner von uns verändert. Alle schnupperten noch genauso wie im Sommer. Schön!

Mich beeindruckt es ja immer, wie liebevoll Nicki und Lilli miteinander umgehen. Einer von beiden ist ja immer am Schleckern: Ohren, Augen, Nase - immer hübsch pflegen. "Was?? Macht ihr das nicht??" Ähm, nö, wir sind da nicht so gründlich...
Unsere Gäste haben sich sogar mal kurz aus dem Stall getraut, Applaus! Lilli war allerdings so schnell wieder drin, dass Bellis nicht dazu kam, ein Foto zu knipsen. Also kuscheln wir nun und futtern um die Wette und lassen es uns gut gehen. Morgen werden die beiden wieder abgeholt, etwas früher als geplant, da die Hasenmama krank geworden ist. Schade, wir wollten zusammen um die Wette zittern, wenn draußen die Silvesterböller krachen. Gute Besserung von uns und hoffentlich besuchen uns die beiden bald mal wieder!
Guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch
euer Buster.

Freitag, 2. Dezember 2011

Doch, es gibt sie - Scheißtage.

Es gibt Tage, da kann es nicht mehr schlimmer kommen.
Die ganze Woche krebse ich nun schon mit Husten, Schnupfen und bisschen Fieber im Büro herum, weil wir mit Sack und Pack und jahrhundertealten Akten in ein anderes Gebäude umziehen. Staub und Zugluft machten es nicht besser. Aber ich hab halbwegs durchgehalten.
Heute, knapp vor dem Feierabend, renne ich mir dann im "neuen" Gebäude am uralten, klemmenden, für mich viel zu hohen Klofenster den Schädel ein. Kleine Platzwunde. Blutet nicht mehr.
Und kaum zu Hause angekommen - im gerade eingesetzten Regen - erwartet mich eine vorweihnachtliche Bescherung: Es hat wieder reingeregnet. Innerhalb kürzester Zeit. Gleiche Stelle: Dachbalken und Dachfenster.
Da frag ich mich doch: Was haben Dachdecker und Trockenbauer gemacht, als sie hier mein gesamtes Dach aufgerissen haben?! Nur mal so geguckt und dann alles wieder zugepappt?! Mein Vermieter stöhnte und jammerte nur, als mein Herzallerliebster (HAL) ihn eben anrief (kurz bevor er zu seiner Tochter eilte) - aber ob der Vermieter nun tatsächlich den Dachdecker alarmiert, ist mehr als fraglich. Ist ja Freitag - und schon lange nach eins!
Meine Nerven liegen blank. Ich habe Kopfweh, Schüttelfrost und niemanden da, der mich pflegt. Der Schokoladenadventskalender, den ich eben noch vom HAL bekommen habe, wird wohl schon an diesem Wochenende (für das natürlich Regen angesagt ist!!) in seiner Gesamtheit dran glauben müssen. Prost Mahlzeit.

Freitag, 11. November 2011

Der Falschparker - ein #Tramfahren-Special

Die Tram kam pünktlich um 16:30. Wir waren kaum fünfzig Meter weit gefahren, da stoppten wir und hörten lautes Geklingel, mehrfach, ausgelöst vom Tramfahrer. Zwei Minuten lang standen wir ratlos herum, dann eine Durchsage: „Werte Fahrgäste, die Fahrt kann nicht fortgesetzt werden, weil auf den Schienen ein Fahrzeug parkt.“ Sofort setzte unwilliges Gemurmel ein. Meine Kollegin regte sich deutlicher auf. „So eine Frechheit! Jetzt verpasse ich meinen Bus! Man müsste die Polizei rufen! Kann doch nicht jeder parken, wo er will!“ Ich stimmte zu, pauschal und müde, und überlegte, welche Kettenreaktion jetzt wohl einsetzen würde. Auf dieser Strecke fährt nur eine Linie, in bestimmten Abschnitten nur auf einem Gleis. Die Bahn, die uns entgegenkommt, muss also ebenfalls warten, bis unsere Bahn an der Weiche, an der das Gleis aufgabelt, angekommen ist. Die Bahn, die hinter uns kommt (allerdings erst in einer halben Stunde) müsste im schlimmsten Fall ebenfalls warten.
Es vergingen wieder ein paar Minuten, in denen meine Kollegin weiter schimpfen konnte. Dann kam die nächste Durchsage: „Werte Fahrgäste, die entgegenkommende Bahn wird gleich hier ankommen. Bitte steigen Sie in diese Bahn um, sie wird mit Ihnen zurückfahren.“ Clever, dachte ich, denn auf diese Lösung war ich gar nicht gekommen.
Wir stiegen aus und besichtigten den schwarzen Corsa, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage halb auf den Schienen stand. Zugegeben, nicht sehr schlau geparkt, denn die Straßenbahnschienen sind ja deutlich zu sehen. „Das kann doch nicht wahr sein! Jetzt stehen wir wegen DEM HIER herum!“, moserte meine Kollegin, und eine ältere Frau pflichtete ihr bei: „Wenn das nun jeder machen würde?!“ Neben uns standen ein paar Halbwüchsige, die unter unflätigem Fluchen auf die Straße rotzten. Ich schlug - nur halb im Spaß - vor, dass wir doch genug Leute wären, um den Corsa von den Schienen zu heben. Das Gelächter um mich herum klang nicht lustig.
Als nach fünf Minuten die Gegenbahn angekündigt wurde, da kam auch die junge Frau, der das Auto gehörte. „Schuldigung!“, rief sie und stieg in ihr Auto. „Die sollte sich was schämen!“, rief irgendjemand halblaut, hübsch an ihr vorbei in die Dunkelheit gesandt. „Mache ich ja!“, rief sie zurück und kletterte hektisch in ihr Auto. Weiteres anonymes Gemecker („jaja, jetzt kommt’se! kann die sich nicht mal entschuldigen? Fotze!!“) begleitete sie. Sie saß gerade drin, da wurde die ältere Frau laut: „Was denkst die sich eigentlich?? Das möchte ich echt mal wissen! Die muss sich doch irgendwas gedacht haben!“ Mir lag auf der Zunge zu sagen, wieso sie denn das die junge Frau nicht gefragt hat, als sie noch nicht im Auto war, denn nun würde diese ihre Fragen ja nicht mehr hören können.
Aber ich schluckte es herunter, als ich beobachtete, dass die junge Frau vor lauter Nervosität auf den Bürgersteig anstatt an der Bahn vorbei auf die Straße fuhr. Als sie merkte, dass sie nun in der Falle saß, wollte sie den Rückwärtsgang einlegen und wieder aus der Lücke herausmanövrieren. Mittlerweile hatten sich aber hinter ihrem Auto die Halbstarken aufgebaut. Fluchend und spuckend, die Schultern in den Kapuzenanoraks drohend nach oben gezogen und mit den Rücken zur Heckscheibe des Wagens, hinderten sie die Frau daran, loszufahren.
Die Gegenbahn fuhr vor und das Knäuel löste sich auf. Kopfschüttelnd blickte der Straßenbahnfahrer noch einmal durch die Autoscheibe zu der jungen Frau hinein, bevor er mit seinem Kollegen, ganz gemütlich, den Platz und damit die Straßenbahn tauschte.
Alles in allem hatte diese Episode vielleicht zehn Minuten gedauert und nicht mehr Schaden als einen verpassten Bus und ein bisschen kalte Füße verursacht. Und vielleicht den einen oder anderen unbemerkten Herzinfarkt - wer weiß?

Montag, 24. Oktober 2011

Zwei Hasen im Asyl

Tja, hier sind wir nun - bei Hias unterm Schreibtisch im Asyl. Wirklich schön isses hier nicht.
Klar, wir kriegen extra leckere Sachen zu futtern und werden besonders viel gestreichelt und geknuddelt - aber wir merken, dass das nur ein kleiner Trost sein soll. Denn oft raus dürfen wir nicht.
Hias' Wohnung ist nämlich nicht hasensicher, wie Bellis sagt. Was das genau heißt, wissen wir nicht. Uns kommt hier gar nichts gefährlich vor. Der Teppich ist schön weich und wir können uns beim Herumhüpfen prima darauf abstoßen. Und unter der riesigen Couch isses herrlich dunkel und da unten liegen MASSENHAFT leckere Gummistrippen herum...
Ach so... Vielleicht liegt es ja daran, dass wir nicht so oft raus dürfen und wenn doch, dass uns Bellis immer gleich mit so einem langen ausklappbaren Holzding piekst, wenn wir an den Gummidingern knabbern... Verstehe...
Miss Flauschi hüpft dann übrigens immer gleich ganz panisch zurück in den Stall, die feige Nudel. Ich setze mich immer noch ein Weilchen unter die Heizung und putze mich gründlich - dann erst recht.
Aber jetzt ist Schlafenszeit! Gute Nacht!
Euer Buster.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Neues von meinem Dachschaden



Am Donnerstagabend im Dunkeln war ich zum ersten Mal nach Beginn der Dachreparatur in meiner Wohnung und hab (mangels Taschenlampe) mit dem Handy herumgefunzelt. Da hab ich nicht viel sehen können.
Heute war ich im hellen Sonnenschein dort und sah folgendes: Die Decke in Wohnzimmer und Küche ist komplett aufgerissen, alle Kabel gekappt, die Dämmung (die nach Aussage des Handwerkers klatschnass war) teilweise herausgenommen. Zur Zeit trocknen die Balken und die Bretter gründlich ab. Wasserspuren sind viele zu sehen. An einer Stelle ist ein Balken oberflächlich "angegangen", ob es Schwamm ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich werde es dem Handwerker auf jeden Fall ans Herz legen, sich das genauer anzuschauen.
Am Montag soll neue Dämmung und neue Dampfsperre rein. Meiner Meinung nach hätte das schon vor dem Wochenende passieren können, wenn die Heizung angestellt worden wäre und alles so schneller hätte trocknen können. Aber was weiß ich schon...
Angeblich kann ich spätestens am nächsten Wochenende wieder rein (was mich freuen würde!), aber ich rechne sicherheitshalber mit paar Tagen länger, weil ich hoffe, dass mein Vermieter sich endlich auskäst und seine Entscheidung, ob er gleich noch meinen Wohnzimmer-Fußboden mit abschleifen lässt, nicht noch länger herauszögert sondern endlich ENDLICH zustimmt.
Drückt mir die Daumen!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Für vondir-Shop-Betreiber! Wie kriege ich den Shop wieder auf die Facebook-Fanpage?

Ich hab ein bisschen getüftelt und in diversen Facebook-Tutorien gesucht und eine einfache, aber effektvolle Lösung gefunden: Ich lege einen neuen Tab (ehemals einen Reiter, eine Unterseite - wie ihr es auch immer nennen wollt!) an und binde darauf die vondir-Werbe-Widgets auf einer HTML-Seite als iFrame ein. Dazu nutze ich die App "iFrame Tab Builder von 247GRAD".

Die Anleitung findet man hier auf Allfacebook.de (etwas runterscrollen bis zum "iFrame Tab Builder von 247GRAD").

Schritt für Schritt:

1.) Eine HTML-Seite anlegen mit mindestens folgendem Code im < body >-Bereich. (Leerzeichen nach < und vor > entfernen.) Der Code kann ans eigene Layout angepasst werden.

< table >
< tr >< td align="center" >
< script src="http://www.vondir.de/tools/ext_artlist.pl?user=klunkerfisch&mode=h&items=3" >< /script >
< script src="http://www.vondir.de/tools/ext_artlist.pl?user=klunkerfisch&mode=h&items=3" >< /script >
< script src="http://www.vondir.de/tools/ext_artlist.pl?user=klunkerfisch&mode=h&items=3" >< /script >
< noscript >< a href="http://www.vondir.de/tools/shopinfo?name=klunkerfisch">Klunkerfisch-Angebote auf vondir.de< /a >< /noscript >
< /td >< /tr >
< /table >


Statt "klunkerfisch" muss natürlich euer eigener Benutzername eingesetzt werden!! Wenn ihr unsicher seid, wie das aussehen muss, dann logt euch auf vondir ein und kopiert hier einen Widget-Code!

Das Script für das Widget habe ich dreimal untereinander auf die HTML-Seite gesetzt, weil so mehr Produkte angezeigt werden. Ihr könnt aber eure Seite auch mit einem der anderen Widgets gestalten.

Eure HTML-Seite speichert ihr nun in eurem Webverzeichnis (dort wo alle eure Seiten für eure Homepage gespeichert sind) und merkt euch den Pfad dorthin!

2.) Anmelden auf Facebook bei 247Grad, auf "Tabmaker Welcome" (auf der linken Seite) und dann auf "jetzt Seite einrichten" klicken. Eure Seite auswählen, auf "Tabmaker welcome hinzufügen" klicken. Der Tab wird nun eurer Seite hinzugefügt - automatisches Wechseln zu eurer Seite - jetzt seht ihr links in eurem Tab-Menü den Link namens "welcome". Draufklicken!

3.) Jetzt seid ihr beim Gestalten des Tabs angekommen. Am wichtigsten ist hier: im dritten grauen Kasten auf "iframe" klicken, URL zu eurer gespeicherten HTML-Seite eingeben, Nutzungsbedingungen usw. akzeptieren, speichern und ansehen! ;o)
Änderungen, wie den Namen des Tabs usw., könnt ihr jederzeit vornehmen. Tipps dazu findet ihr in den F.A.Q. in der Tabmaker-Ansicht auf eurer FB-Seite!

Viel Spaß beim Einrichten wünscht euch
der Klunkerfisch! :o)

Sonntag, 16. Oktober 2011

Voll und leer. Die Folgen eines Dachschadens.




Am Montagfrüh um sieben will der Trockenbauer meine Wohnzimmer- und Küchendecke abreißen.
Von Freitagmorgen bis Samstagabend räumte ich deshalb mit Hilfe von Suse und Martin (danke!! ihr seid die besten!!) alles (ALLES!!) ins Schlafzimmer.
Sorgfältig wurde jeder Quadratmeter Abstellfläche, jeder Kubikmeter Raum genutzt, um mein ganzes Zeug unterzubringen: Bücher und CDs / DVDs aufs Hochbett, Kartons mit Gläsern und Geschirr unter und neben den Schreibtisch, Schränke und Stühle zwischen Bett und Wand... Nur das Sofa, auf dem ich schlafe, mein großer Lesesessel, Kaffeemaschine und Kühlschrank (Biervorräte!) blieben draußen. Der Kühlschrank wird heute noch abgeholt; der Rest wird nachmittags, bevor ich ausziehe, in die letzte Lücke geschoben.
Es ist nicht leicht, an alle logistischen Eventualitäten rechtzeitig zu denken: Was für Klamotten brauche ich in der (den?) nächsten Woche(n?), ist das Portemonaie wirklich im Rucksack, komme ich an die Schmuckwaren heran (für den Fall, dass Bestellungen reinflattern) - und wo, verdammt, ist der Flaschenöffner?? Solche lebensnotwendigen Dinge erreicht man am Ende nur unter großen körperlichen Strapazen.
Der Abend gestern war so trostlos, wie er in so einer Situation nur sein kann: Ich hatte ein paar Teelichter gerettet, die zusammen mit meiner kleinen karierten Nachttischlampe meine einzige Lichtquelle waren. Denn alle anderen Lampen waren natürlich schon abgebaut. Suse hatte mir aus einer Plastekiste einen Nachttisch gebaut. Und da lag ich nun, starrte meine so schön renovierten Wände an, die ich nächste Woche vermutlich nicht mehr wiedererkennen werde. Starrte auf die Dübellöcher meines schönen Bücherregals, das nun auseinandergenommen in irgendeiner Schlafzimmerecke schläft. Starrte auf die Löcher in der Decke und lauschte auf die knackenden, trocknenden Balken und das Wispern der Bewohner darin - letzteres fand wohl eher in meinem Kopf statt und könnte auch das hämische Kichern meines Vermieters gewesen sein, der vermutlich in seinem Haus vor dem Kamin lümmelte und keine Ahnung hat, wie es mir gerade geht...
Heute scheint die Sonne und die trüben Gedanken sind nur noch vage milchig. Was muss, das muss. Und wenn ich es schaffe, meinem Vermieter jetzt noch die Aufarbeitung meines Parketts aus dem Kreuz zu leiern, dann wird wirklich alles wieder gut.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Ich habe definitiv einen Dachschaden. Jetzt sogar sichtbar.

Nun ist es amtlich: Mein Dach muss geöffnet werden. Der Handwerker, der heute morgen meine Wohnzimmerdecke an den beiden Stellen geöffnet hat, an denen es besonders schlimm durchtropfte, stellte folgendes fest:
Es gibt keine Dampfsperre. Stattdessen hat man bei der Haussanierung eine einfache Plane unter die Dämmung (die im übrigen trocken ist) gelegt. Und diese Plane wurde nicht an den Dachbalken verklebt, sondern liegt dort, lustig gewellt bzw. umgeschlagen, einfach so herum. Kein Wunder, dass das Wasser, wenn es den nötigen Wasserstand erreicht hat, einfach aus der Falte über- und heraus und dann am Balken herunterläuft. Könnt ihr mir folgen?
Der Gipskarton an den Stellen war übrigens weich wie frisches Pappmaché. Und die Dachbalken riechen wie ein altes Schiff.
Was muss getan werden: Alle Gipskartonplatten im Wohnzimmer und in der Küche (ist ja ein Raum) müssen von der Decke gerupft werden. Die Plane wird heruntergeholt und die Balken werden auf eventuelle Nässeschäden / Pilzbefall begutachtet. Alles darf trocknen. Dann wird eine richtige Dampfsperre verlegt und verklebt und neue Gipskartonplatten werden angebracht. Dann wird (hoffentlich) renoviert.
Unklar ist immer noch, woher das Wasser im Dach kommt. Der Handwerker hat zwei Eimer Wasser auf dem Dach verkippt - und tatsächlich kamen einige Minuten später kleine Wasserrinnsale an den offenen Stellen an. Konnte man deutlich sehen. Aber Risse auf dem Dach hat er nicht gefunden. Hier muss der Dachdecker nochmal forschen.
Ist-Zustand: Ich habe zwei große Löcher in der Decke (beide so 50 cm breit), aus denen es kontrolliert heraustropft. In den nächsten 3-5 Tagen wird das auch so bleiben, da mein Vermieter nun erst einmal einen Auftrag auslösen muss und der Handwerker einen Termin für die Durchführung finden muss. So lange kann ich in meiner Wohnung... naja... hausen. Miete zahle ich ab sofort keine mehr, nur noch Nebenkosten.
Sobald ein Termin für die Instandsetzung gefunden ist (vielleicht schon am kommenden Montag), muss ich mein Wohnzimmer ausräumen (lassen?) und aus meiner Wohnung ausziehen. Für ca. 14 Tage. Und dann sollte alles wieder schön sein.

Ehrlich gesagt, jetzt, wo klar ist, was gemacht werden muss und vor allem, DASS es wirklich gemacht werden muss, hält sich mein Schrecken in überschaubaren Grenzen. Es ist ein Ende abzusehen. Zwar wird bis dahin eine Menge Dreck anfallen, und mir tut's leid um meine frisch renovierte Wohnung. Aber ich bin auch sehr froh, dass meine neue Küche noch nicht aufgebaut wurde (den Termin habe ich nun erst mal verschoben) und dass danach wirklich alles alles schick sein wird. Vielleicht sogar meine Terrasse. Aber das erzähle ich euch ein anderes Mal. ;o)

Montag, 10. Oktober 2011

Ich habe einen Dachschaden.


Dass es bei mir immer wieder reinregnet, ist nichts neues. Dass es bei mir seit 5 Tagen von der Zimmerdecke FLIEßT, ist neu und eine Katastrophe. Wer sich deren Ausmaß anschauen möchte, kann HIER klicken.
Mein Vermieter empfängt zwar meine Mails, äußert sich mir gegenüber über seine Pläne aber nicht. Mein Hausmeister ist überfordert und weiß von nichts. Und der Handwerker, der mich eben anrief, hatte HEUTE erst erfahren, dass er zu mir kommen soll, aber NICHT, wie schlimm die Katastrophe wirklich ist. Wurde der letzten Samstag überhaupt angerufen, wie man mir gegenüber behauptete?

Wie sieht's nun aus?

1.) Fernmündliche Prognose des Trockenbauers eben: Er vermutet, dass mein Dach AUßEN dicht ist, aber die Dämmung voller Wasser steht, das bei nassen (kaltem!) Wetter dann eben rausläuft. (Das verstehe, wer will - ich verstehe es nicht.)
Der Trockenbauer kommt am Mittwoch (eher fand sich wirklich kein Termin), er wird das Problem finden, ABER noch nicht lösen. DENN: Erst muss mein Vermieter über die nötigen Reparaturen, die Kosten, den Zeitrahmen, alle Nebenkosten (Hotel + Umzugsservice für mich) in Kenntnis gesetzt werden - und er muss es abnicken. Und der Trockenbauer muss einen Termin für die Arbeiten finden, weil in Sachsen-Anhalt zur Zeit viele Dächer repariert werden müssen (ihr erinnert euch an das Unwetter vor ca. 4 Wochen?). Herrje.
Was werden für Reparaturen nötig sein?
Im besten Fall: Öffnung der Zimmerdecke an zwei-drei Stellen, Feststellen dass die Dampfsperre doch fachgerecht eingebaut wurde, Dämmung abtrocknen lassen, Löcher verschließen.
Im schlimmsten Fall (und der ist wahrscheinlich): Herausreißen der gesamten Wohnzimmer- und Küchendecke (ca. 35 m²) = Gipskartonplatten ab, neue Dampfsperre rein, neue Gipskartonplatten dran. Dazu müsste ich a) mit Sack und Pack und Hasen für mindestens 14 Tage ausziehen (was eigentlich der Vermieter bezahlen müsste) und b) meine frisch renovierte Wohnung müsste erneut komplett (oder wenigstens Wohnzimmer und Küche) gemalert werden.

2.) Meine neue Küche soll am Freitag (14.10.) eingebaut werden. Der bestellte Herd kann an dem Tag nicht geliefert werden. Ich könnte entweder vorübergehend ein Ersatzmodell (gebraucht, für ca. 3 Wochen) oder just an dem Tag einen höherwertigen Herd zum gleichen Preis bekommen - vielleicht, wenn ich hart feilsche, was ich mittlerweile kann und eben auch tat --> der Küchenmensch suchte schon nach einem teuren Herd... als ich ihn eben anrief und ihm mitteilen musste, dass der Küchenaufbautermin am Freitag wohl besser auf 2-3 Wochen nach hinten verschoben werden muss, damit die neue Küche nicht unter der Baumaßnahme (siehe oben: ganze Decke wird rausgerissen) leiden muss.
Vereinbarung mit dem (durchaus verständnisvollen - immerhin bleibt so der Herd billig) Küchenmenschen: Ich rufe ihn am Mittwochmittag an, wenn ich weiß, was denn nun alles in meiner Wohnung gemacht werden muss.

Ist-Zustand: Es wird noch anderthalb Tage in meine Wohnung regnen. Ich vergeude mindestens zwei Urlaubstage (die ich eigentlich für Ende Oktober haben wollte, um nach Warnemünde zu fahren) für Handwerker, Umzug, Stress und Dreck. Ich habe keine Nerven mehr. Und ich hänge nach wie vor an meiner Wohnung.

Bitte drückt mir die Daumen, dass alles nicht so schlimm (oder noch schlimmer) wird.

Samstag, 8. Oktober 2011

Wir sind Tropfsteinhöhlenhasen!

Seit einigen Tagen wohnen wir in einer Tropfsteinhöhle - sagt zumindest Bellis! Das hört sich gruselig, sagt ihr? Finden wir auch! Denn dieses ständige "Plong, Plong, Plong" machte uns ganz schön Angst. Als wir aus dem Stall durften, hielten wir deshalb erst einmal gehörig Abstand davon. Aber lange hielten wir das nicht aus - wir MUSSTEN einfach wissen, was da vor sich geht!
Also schlichen wir uns langsam an das Geräusch an. Seltsam, seltsam. Bellis hatte lauter Handtücher auf den Teppich gelegt - und darunter sogar noch die Badezimmermatte. Ob sie es uns besonders gemütlich machen wollte? So wirklich glaubte ich das ja nicht, denn dann hätte sie doch auch dafür gesorgt, dass dieses Plong-Geräusch aufhört! Das störte schon sehr! Dennoch saß es sich recht komfortabel auf den weichen Matten und Tüchern - bis ich merkte, wie mein Rücken langsam feucht wurde. Miss Flauschi spürte das wohl auch, denn sie sah sich nun die Sache mal näher an. Dieses Plong kam eindeutig aus den Schüsseln, Vasen und Töpfen, die Bellis überall hingestellt hatte. Neugierig schnupperte Missi daran herum...
Ja, das roch nach Wasser, das hatte ich schon von weitem gemerkt. Aber wirklich frisch roch das nicht! Nee, so genau wollte ich das gar nicht erschnuppern. Anders Missi - sie schien von der braunen Brühe, die langsam in den Töpfen stieg, richtig fasziniert zu sein. Immer wieder strich sie um die Gefäße und versuchte sogar einige Male, sie wegzuschieben. Davon war Bellis irgenwie nicht begeistert. Offenbar hatte es seine Bewandnis, dass die Töpfe GENAU DA standen, wo sie eben standen. Sie schimpfte - aber gar nicht auf Miss Flauschi, sondern auf einen Mann namens "Vermieter".
Ah ja, von dem hatten wir schon mal gehört - gesehen haben wir ihn bisher noch nie. Aber deshalb sind wir nicht traurig, denn so wie Bellis schimpft, scheint das ein böser Mann zu sein.
Na kein Wunder, dass Bellis sich mehr mit ihren Töpfen und Schüsseln beschäftigte als mit uns! Boah, der soll mal herkommen, der "Vermieter"! Dann zeigen wir ihm mal, was wir von ihm halten, wenn er die Bellis so ärgert! Denn dann kann er uns mal... Also, ich meine, aber echt... Und zwar so richtig!!
Brummige Grüße, euer Buster.

Dienstag, 16. August 2011

Ferienrausch und Frauentausch





Leute, Leute... Wir waren mal wieder im Urlaub. Für ganze ZWEI Wochen durften wir zu Birgit ziehen - besser gesagt: zu Nicki und Lilli. Unser Käfig wurde gleich neben ihren Käfig gestellt und für uns dazwischen - ihr erratet es sicher schon - eine Brücke der Freundschaft (also ein Teppich) ausgelegt. Und auf dem ging es heiß her! Ausgiebigst wurden gegenseitig Besuche abgestattet, das fremde Futter gekostet und die eine oder andere Markierung im Nachbarstall abgesetzt. Miss Flauschi hat sogar über den Plüschwürfel (der eigentlich der Katze gehört) das Bücherregal erklommen und erkundet. Lange durfte sie aber nicht dort sitzen. Dabei ist Bildung doch so wichtig.





Überhaupt haben wir "Männer" ausgiebig ausgetestet, wie es denn so mit einer anderen Hasenfrau ist - wenn ihr versteht, was ich meine. =;o) Der kleine Nicki hat mit Missi geschmust und ich hab eine Weile Lilli bei mir wohnen lassen. Die Wildeste war aber auch hier Miss Flauschi... die hat einfach jede(n) gepoppt.






Abends haben wir dann aber ganz gemütlich auf der Freundschaftsbrücke geruht und gekuschelt. Nur Miss Flauschi hatte Hummeln im Hintern und brauchte ewig, bis sie ihre optimale Kuschelstellung gefunden hatte. Seht ihr diesen Wuselschatten auf den ersten beiden Fotos? Das ist Missi, wild hin- und herspringend. So viel Unruhe...





Schön war es bei Birgit im Urlaub! Da fahren wir gern wieder hin! Wenn wir dürfen. =:o)