Freitag, 29. Oktober 2010

Anders sein... Eric Fish

Gedanklich schwelge ich immer noch in den Eindrücken des gestrigen Konzerts: Eric Fish, Sänger von Subway to Sally, gab sich mit Freunden die Ehre im Werk II in Leipzig. Schön war es, mit viel ehrlicher Lyrik, spürbarer Nähe und einem großen Dei-Dei. ;o)

Hier ein Stückchen davon für euch:


Anders sein

Eric Fish

Allen Winden Segel geben,
Gut und Bös' dienstbar leben,
Alles Tun und alles singen
Auf den eig'nen Nutzen sinnen.

Stets im kühlen Schatten gehen,
Keinem in die Augen sehen,
Starken nur die Hände reichen,
Um den Stürmen auszuweichen!

Anders Sein und anders scheinen,
Anders reden und anders meinen,
Alles loben, alles tragen,
Allen schmeicheln, stets behagen.

Nur der Lüge Worte leihen,
Jedem Heuchler gleich verzeihen,
Allen nach dem Munde reden,
nur dem Schein den Vorzug geben.

Auf der sich'ren Seite leben,
Dem Zufall keinen Namen geben,
Immer brave Lieder schreiben,
Keine Angst nach außen zeigen.

Anders Sein...

Wirst ein schönes Leben haben
Doch an Dir selbst verzagen!
Kannst nun alle Mädchen kriegen,
ach, würd Dich eine nur lieben!

Wirst die falschen Freunde haben,
Die die Wahrheit Dir nicht sagen!
Und am Ende ganz allein
So furchtbar anders sein!

Anders Sein kann auch bedeuten,
Sich nicht jedes Mal zu häuten,
Wenn der Wind sich einmal dreht,
Schmerzhaft ins Gesicht Dir weht!

Nach dem eig'nen Weg zu suchen,
Auch einmal für and're bluten!
Nicht die Augen zu verschließen,
Und den Gegenwind genießen!


Dienstag, 26. Oktober 2010

Miss Blabbermouth

Leute, es wird immer verrückter!
Ich dachte ja immer, meine Nella war die einzige sprechende Häsin der Welt! Aber Missi macht auch so seltsame Geräusche...
Ich weiß ja nicht, wie viele von euch Kaninchen beherbergen - und wie viele der Hasenbeherberger schon mal gehört haben, dass Kaninchen leise brummen, wenn sie ihren Partner / Mitbewohner / Futterspender umwerben. Sie kreisen dann, lustig hoppelnd, um denjenigen herum und brummen dabei aufgeregt. Hört man kaum. Von mir sowieso nicht - ich bin ja eher der introvertierte Typ.
Nicht so Missi! Die brummt gern und oft und ziemlich laut! Und da sie immer irgendwas zu kauen hat (Möhre, Teppichfransen, Stückchen Regal...), hat sie beim Brummen oft ihr Mäulchen offen. Was dann dazu führt, dass sich das Brummen anhört wie das Schnattern einer kleinen Ente im Stimmbruch: "njang njang njang..." macht Missi dann, ganz tief und irgendwie quakend. Wirklich witzig! Ihr müsstet das mal hören, Leute!
Amüsierte Grüße,
euer Buster.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Million Voices für die Telekom - ein Erläuterungsversuch

Etliche Leute haben mich auf meinen Blog angesprochen und mich gefragt, wieso ich mich so über die Werbeaktion der Telekom aufrege. Wenn jemand da mitmachen wolle - bitteschön. Mittlerweile wäre doch jeder daran gewöhnt, dass TV und andere Medien nur noch seichten und geistlosen Einheitsbrei liefern usw. Das könne man doch auch einfach ignorieren.
Nun ja. Wem das reicht. Für mich ist Ignoranz eben nicht das gleiche wie Boykott, dazu gehört für mich eben auch, öffentlich "nein danke" zu etwas zu sagen, das einem gegen den Strich geht.
Mir wurde auch vorgeschlagen, doch meinen Blog als Brief an die Telekom zu schicken. An sich eine gute Idee - aber ich bezweifle, dass ein Brief einer einzelnen Person viel erreichen würde. Allenfalls eine Korrektur der Musiker-Namen und eine höfliche Antwort, in der steht, dass sich die Telekom natürlich auch an karitativen Aktionen beteiligt. Stelle ich mir so vor. Wahrscheinlicher wäre aber, dass man mir gar nicht erst antwortet. Wie viel wirkungsvoller wäre es dagegen, wenn sich kaum jemand an dieser Aktion beteiligt... Ich gerate ins Träumen.
Mich stört bei dieser Aktion auch nicht, wie jemand vermutete, dass sie von der Telekom oder Thomas D initiiert sind. Zwar habe ich die Fantastischen Vier bisher als intelligente, wortgewandte Leute wahrgenommen, aber gut - wenn sie sich in die Reihen der sich selbst beweihräuchernden Comedians und We-love-to-entertain-you's einreihen wollen - jeder wie er gern enttäuschen möchte.

Was mich stört, habe ich eigentlich deutlich geschrieben: Dass man hier ein Lied verwendet, dessen Ursprung und eigentliche Bedeutung Rassismus und Armut anprangern - und es hier als Werbemittel missbraucht. Heiligt der Zweck die Mittel?
Mir fallen da gleich die Kampagnen von United Colors of Benetton wieder ein: die blutigen Kleider eines Soldaten - die Welt empörte sich damals über diese Geschmacklosigkeit - und die Werbung erfüllte ihren Zweck: alles sprach von Benetton. Die sich küssende Nonne und der Priester - man war pikiert und hielt dies für unsittlich - und die Werbung erfüllte ihren Zweck... Es gibt einige solcher Beispiele. Dagegen ist diese Million-Voices-Aktion regelrecht plump, ich weiß. Aber trotzdem nicht weniger unpassend und unverschämt.
Unverschämt auch, weil die Telekom durch diese Strategie gleich mehrfach Werbung auf ziemlich billige Weise macht. Schon vor der eigentlichen Werbung für das Produkt VDSL durch die Singerei von Deutschlands größtem Chor (denn das ist ja das Ziel) ist das Produkt in aller Munde. Oder besser das Hohelied auf die Telekom. Und alle Ruhmbessenen tragen gratis zum Reichtum des großen T's bei...

Wer jetzt immer noch verständnislos seinen Kopf schüttelt, den frage ich, was er denken oder fühlen würde, wenn er jemanden aus seiner Familie oder seinem Freundeskreis in einem Werbespot über die Mattscheibe flimmern sähe. Ich wäre nicht stolz auf denjenigen, weil er nicht selbst nachgedacht hat, für was er sich da hergibt, sondern sich verführen und damit ausnutzen ließ für etwas, das nicht seine Sache ist. Das nur dem Wohl eines Konzerns dient. Nicht ihm selbst oder seiner Welt.
Wem das immer noch zu ideell ist: Ich habe die Teilnahmebedingungen nicht gelesen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man mit dem Einreichen eines Videos sämtliche Nutzungsrechte daran an die Telekom abtritt. Wer weiß also, was sie daraus letztlich basteln? Kann ich euch wenigstens damit Sorgen machen?

Mittwoch, 20. Oktober 2010

a million voices to tell you what you should be thinking - so you better sober up!

Da grinst mich doch heute zähnefletschend Thomas D der Fantastischen Vier aus dem TV an und verkündet, ich solle bitte meine Stimme erheben - und zwar für die Telekom. Aus dem Hintergund singen mir bereits etliche gut gelaunte Menschen eins meiner 90er-Jahre-Lieblingslieder entgegen: "7 Seconds" von Youssou N'Dour und Neneh Cherry.
Och, denke ich angenehm überrascht, die Telekom wird karitativ? Wie schön! Da bin ich dabei!

Ich informiere mich also auf der Telekom-Website und suche nach dem Hilfsprojekt, von dem ich annehme, das es was mit Afrika zu tun hat...
Meine Enttäuschung ist groß! Denn ich finde nichts als Kommerz! Statt auf Hunger und Elend aufmerksam zu machen und zu helfen, besingt die Telekom nur ihre Absicht, das Internet noch schneller und toller und größer zu machen: mit MILLION VOICES!

Da schreie ich auch - vor Wut! Nicht nur, dass T&T (Thomas D und die Telekom) beim Nennen des ursprünglichen Songs den Musiker Youssou N'Dour einfach unterschlagen - sie scheinen auch die ursprüngliche Bedeutung des Lieds komplett missverstanden zu haben!

Dabei müssen sie doch nur mal hinhören, denn darum geht's in dem Lied: um das Hinhören, das Zuhören, das Verstehen und das Aufwachen aus einer Welt vorgefertigter und verfestigter Meinungen - und dieser Prozess braucht ganze sieben Sekunden - "7 seconds"! Eine längere Zeit ist nicht nötig, um von hier nach Afrika zu reisen, indem man sich vergegenwärtigt, dass Hautfarbe kein Grund sein kann für Unterprivilegierung, Unterdrückung, Hunger und Mord!

Wir erleben zur Zeit hitzige und gefährliche Debatten über Migration, Religion und Rassenunterschiede und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich! Und gerade jetzt haben T&T keine bessere Idee, als einen engagierten Song gegen Rassismus, der auf großen Events wie dem Live-8-Konzert 2005 und beim Music-&-Messages-Konzert der Initiative "Deine Stimme gegen Armut" 2007 gespielt wurde, für die Mehrung ihres Reichtums zu verwenden? Und dazu trägt auch noch ein bekannter Künstler bei?? Das ist armselig - und sollte unerhört bleiben!

Ich rufe euch auf: Boykottiert diese Aktion! 
Lasst euch nicht durch Medien, Konzerne und kommerzielle Künstler vorschreiben, was ihr denken sollt!
Lasst euch nicht zu Werbezwecken missbrauchen - tragt nicht zum Reichtum eines Großkonzerns bei! 
Macht dabei nicht mit!!

Stattdessen lest den Text des ursprünglichen "7 seconds"-Songs, hört ihn euch mal wieder an und wacht auf!

7 Seconds
Youssou N'Dour und Neneh Cherry


Don't see me from a distance
Don't look at my smile
And think that I don't know
What's under and behind me
I don't want you to look at me and think
What's in you is me
What's in me is to help them

I assume the reasons that push us to change everything
I would like us to forget about their color
So they can be optimistic
Too many views on rave that make them desperate
Let's leave the doors wide open
So they can talk about their pain and joy
Then we can give them information
That will bring us all together

Chorus:

It's not a second
7 seconds away
Just as long as I stay
I'll be waiting

Nothing can move us, we should be moving
From the ones who practice wicked charms
For the son and the stone
Bad to the bone
Man is not evil, even when it's born

And when a child is born into this world
It has no concept
The tone the skin is living in

Chorus

There's a million voices
There's a million voices
To tell you what you should be thinking
So you better sober up for a second


Donnerstag, 14. Oktober 2010

Mach mit bei meiner edelight-Umfrage!

Es ist Indian Summer beim Klunkerfisch!
Der Herbst hat viele Farben! Türkis und weiß und schwarzgrau wie der herbstliche Himmel - rot und orange und gelb wie die bunten Blätter - grün und grau wie nasses Moos.
Welches dieser drei Colliers würdest Du am liebsten im Herbst tragen?


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Mittwoch, 13. Oktober 2010

Lecker Mais für Hasis!

 





Bellis hat uns zwei Maiskolben mitgebracht! Keine Ahnung, woher sie die hat. Sie wird den Mais doch nicht...? Ich will's lieber gar nicht wissen!
Einen Maiskolben hat sie uns gleich auf den Teppich gelegt. Miss Flauschi hat ihn erstmal ausgiebig beschnuppert. Sie kannte sowas noch nicht. Aber da sie ja sowieso alles, was sie beschnuppert, auch unbedingt kosten muss, hat sie irgendwann daran geknabbert.
Und siehe da - das war lecker. Jetzt gab's kein Halten mehr, und ich musste zusehen, dass ich auch noch meinen Teil abbekam!
Wir haben geknabbert und geknabbert und uns so richtig die Bäuche voll geschlagen. Missi natürlich viel länger als ich - die kriegt ja nie genug! Ich war längst am Mäulchen putzen, da hat sie immer noch gespachtelt.
Dann haben wir uns gemütlich lang gemacht - ja, neben dem Maiskolben. Man kann wirklich prima kuscheln mit dem! Missi lag genau daneben, war klar, hm? So konnte sie ruhen und nebenbei doch immer mal noch ein Körnchen knuspern. Soll sie doch. Ich bin satt und zufrieden und penne 'ne Runde!
Schönen Abend euch allen!
Euer Buster.

Freitag, 8. Oktober 2010

Die verzweifelte Miss Flauschi

Also, wenn Missi auf den Balkon darf, ist sie ja nicht mehr zu halten. Sie wuselt wie ein Mopp (nicht, dass ich wüsste, was das ist!) durch die Gegend und weiß vor lauter Aufregung gar nicht, was sie zuerst fressen soll. Also kostet sie alles und alles immer schneller und gerät dann förmlich in einen grünen Rausch!
Ich sehe mir das alles ja immer nur sehr verwundert an, knabbere brav an ein zwei Blättchen und höre auch immer SOFORT, wenn Bellis befiehlt: "Stall!" Doch, wirklich! Nach einer beiläufigen Runde über den Balkon hüpfe ich dann immer fast gleich rein! Im Ernst!
Heute durften wir nicht raus. Keine Ahnung, wieso nicht. Missi war deshalb sehr traurig. Sie saß auf der Kiste vor der Balkontür und guckte ganz sehnsüchtig zu ihrem geliebten Grün. Möhren, Fenchel und Heu im Stall waren ihr ganz egal.
Und dann - ich dachte, ich gucke nicht richtig! - saß sie plötzlich im Backofen! Hallo?? Wollte sie sich vor lauter Verzweiflung das Leben nehmen?? Nee, wollte sie nicht. Das ist halt Missi - kann sie die eine Dummheit nicht machen, probiert sie halt was anderes aus. Nur gut, dass der Ofen aus war!
Erleichterte Grüße,
euer Buster.