Samstag, 24. Juli 2010

Bollywood

Als Synonym für die indische Filmindustrie ist der umgangssprachliche Begriff "Bollywood" weit verbreitet.

Dieser Begriff entstand in den 1970er Jahren und bezog sich ausschließlich auf Hindi-Unterhaltungsfilme. Die Wortkreuzung "
Bollywood" enthält daher die Bestandteile Bombay und Hollywood.

Den typischen Bollywood-Film gibt es nicht, doch sollte eine erfolgreiche Produktion alle neun Rasas, die traditionell überlieferten Bestandteile indischer Kunst, enthalten: Liebe, Heldentum, Ekel, Komik, Schrecken, Wundersames, Wut, Pathos und Friedvolles.

Seit Mitte der 1990er Jahre dominieren thematisch eher Liebesfilme, die sich oft um prunkvolle Hochzeiten drehen. Im Unterschied zum westlichen Kino wird in Bollywood-Filmen so gut wie nie geküsst und Sexszenen werden auch nur sehr selten gezeigt.

Ganz typisch für Bollywood-Filme sind jedoch die musikalischen Tanzszenen (ähnlich wie im westlichen Musical), in denen die Tänzer farbenfroh flatternde Gewänder und Tücher sowie prächtig glitzernde Schmuckstücke tragen.

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