Dienstag, 11. Mai 2010

Unser Umzug

Ich habe mich ja lange nicht mehr gemeldet. Gab auch nichts zu berichten. Die letzten Tage verliefen angenehm gleichförmig mit Fressen, Pennen, Putzen, Herumhoppeln und Weiterpennen. Bis gestern.
Bellis säuberte, gleich als sie heimkam, unseren Stall. Das kam mir schon verdächtig vor. Normalerweise gönnt sie sich erstmal ein Päuschen. Mein Verdacht erhärtete sich, als sie uns unsere Wasserflasche wegnahm. Da ist doch was im Busch!
Und wirklich! Kurze Zeit später kam Hias, kicherte und schleppte unseren Käfig die Treppen hinunter. Boah, ich hasse es, wenn ich geschaukelt werde!
Unten auf der Straße stellte Hias unseren Käfig ab, um das Auto umzuräumen. Oh menno, war mir unheimlich! Alles roch so eklig, nach fremden Tieren und Menschen und Müll. Alles war laut und so... riesig!! Ich hatte einfach Angst.
Im Auto ging das Geschaukel weiter. Nella und ich pressten uns flach auf den Boden und zitterten vor uns hin.
Als wir anhielten und ausgeladen wurden, wurde mir klar, wo wir waren. Und ich zitterte noch mehr. Wir waren zu Tina gebracht worden, der Riesenhäsin von Bellis’ Freundin Suse.
Tina ist ja nicht böse, ganz und gar nicht. Aber sie ist eben so... riesig!! Dagegen sehe ich aus wie ein Zwerg. Da brauche ich immer ein paar Tage, bis ich meine Scheu überwunden habe.
Suse und Bellis bugsierten unseren Stall unter Tinas Stelzen-Stall. Und damit war klar: wir müssen draußen hausen! Und das, wo wir doch verwöhnte Wohnungshasen sind! Nicht mal der frische Grasduft konnte mich darüber hinwegtrösten, dass die ziemlich kühle Luft nach Regen roch. Ich zitterte immer noch.
Während Suse für uns einen Windschutz installierte (das war ziemlich lieb von ihr!), kletterte die Riesentina bereits auf unserem Stall herum - wirklich, das Gitter bog sich durch! Also bekamen wir auch noch ein Brett als Dach (auch als Regenschutz) und ganz viel Heu, in das ich mich gleich hineinkuschelte. Nella war da mutiger, die blieb vorn am Gitter sitzen und beschnupperte sich bereits mit Tina.
Raus durften wir noch nicht. Auch Tina wurde wieder eingesperrt.
Und dann ging die Bellis einfach weg. Ich klopfte wie verrückt, so lange ich sie noch hören konnte. Aber sie kam nicht noch mal wieder. Na klasse. Ich werde mich rächen, das sage ich euch jetzt schon. Ich werde sie mit dem Hintern nicht angucken, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, so!
Die Nacht war schrecklich! Viele fremde Geräusche und Gerüche, Katzen strichen um unseren Stall und im Gras wisperte und raschelte es. Ich habe nicht viel geschlafen und war sehr froh, dass meine Nella mit mir kuschelte.
Heute morgen fielen wir erstmal über das frische Gras her, das uns die Suse in den Stall gesteckt hat. Mmmmh, lecker! Jetzt freue ich mich schon auf später. Denn Suse hat gesagt: wenn es nicht regnet, dann dürfen wir raus und herumhoppeln und in der Erde buddeln. Cool!
Bis bald - ich berichte!
Euer Buster.


Buster


Nella


Tina