Mittwoch, 27. August 2008

Hasenherz


Hasenherz

Mein Herz
ist wund und weit
und Zeit
rinnt mir davon
zu langsam und zu schnell
nicht hell
nicht dunkel
grau und warm
wie Hasenfell
im Arm
das leise quiekt
mein Herz
ist besiegt

Freitag, 15. August 2008

Olympische Nebenwirkungen?

Peinlicher Patzer auf dem Trimm-Dich-Pfad: Bei dem Versuch, sich an der frischen Luft zu vergnügen, ist ein 42-Jähriger mit seinem Penis in einem Sportgerät hängengeblieben. Erst in einer Klinik konnten der Mann und das Gerät getrennt werden.

Le Xing habe einen Zwischenraum des Sportgeräts zum Masturbieren nutzen wollen, hieß es am Donnerstag in der Hongkonger Zeitung "Apple Daily". Dabei verhakte er sich mit seinem Geschlechtsteil offenbar so unglücklich, dass es den herbeigerufenen Sanitätern nicht gelang, ihn von dem 2,50 Meter langen Trainingsgerät zu trennen.

Der Mann wurde daraufhin samt Anhängsel in ein Krankenhaus gebracht und dort von Ärzten aus seiner misslichen Lage befreit - vier Stunden nach seinem ersten Hilferuf. Örtliche Medien bezeichneten Le Xing als "einsam und verhaltensgestört".


(Spiegel bzw. ala/AFP)

Hä??
Ich versuche die ganze Zeit, mir vorzustellen, was an einem Fitnessgerät so aufregend sein kann, daß man(n) auf die Idee kommt, sich daran zu befriedigen. Ob das was mit der Olympiade zu tun hat?
Wenn er Fitness macht, sollte er eigentlich kräftige Hände haben, denkt man doch. Aber es ging ihm wohl mehr um Exhibition als um Ejakulation.
Hach, was bin ich heute wieder wortgewandt. Und schön, dass die Welt trotz von Naturkatastrophen und unterdrückten Tibetern überschatteten Olympiarekorden noch so herzerfrischend normal ist. Igitt.

Donnerstag, 7. August 2008

Im Süden sitzt man auf dem Dach…

Zur Feier meines Geburtstags waren mein Liebster und ich gestern schick essen. Und zwar im „La Veranda“, einem neu eröffneten italienischen Restaurant im Süden von Halle (leider gibt es noch keine Restaurant-Website). Wir hatten die Werbeplakate an der Straße gesehen, wenn wir morgens ins Büro fuhren, und waren neugierig, was uns erwarten würde.
Das Restaurant befindet sich in einem Gebäude der ehemaligen Malzfabrik von Halle. Wer nicht weiß, was und wo diese ist: Es ist der große gelb-orangefarbene Ziegelbau mit den sieben markanten Türmchen-Schornsteinen östlich der Merseburger Straße hinter dem Amtsgericht. Ein Teil der Fabrik wird mittlerweile durch ein großes Fitnesscenter belegt.

Malzfabrik, www.alona.de
La Veranda vor Fertigstellung, www.flickr.com
Für das Restaurant hat man einen freistehenden Verwaltungsbau genutzt. Auf drei Etagen gibt es insgesamt drei Gasträume, in denen man die ursprüngliche Architektur des Gebäudes wiederfindet. Auch die Fußböden, Treppen und Balken der Wände hat man im Original belassen und liebevoll aufgearbeitet. Das alles wurde uns stolz und freundlich präsentiert, als wir im Restaurant eintrafen. Dann wurden wir auf die Dachterrasse geführt. Von dort hat man einen phantastischen Blick über das Gelände der Malzfabrik und genießt den Sonnenuntergang. Einziges Manko dabei: Auf der voll besonnten Terrasse stand nur ein Sonnenschirm, der leider auch noch kaputt war, so dass wir bei dem herrlich heißen Sommerwetter etwas schwitzten und von der Sonne geblendet wurden.
Ein junges und ausgesprochen nettes Serviceteam kümmerte sich eifrig und schnell um unsere Wünsche, brachte bestellte Getränke trotz des Drei-Etagen-Wegs schnell und ohne Unfälle. Die Speisekarte war nicht zu umfangreich, so dass uns die Auswahl leicht fiel. Es gibt ungefähr je zehn verschiedene Pizza-, Pasta- und Fleischgerichte, frischen Fisch je nach Tagesangebot sowie viele Vorspeisen (auch vegetarische) und fünf Desserts. Die Weinkarte ist relativ umfangreich und bietet regionale und internationale Sorten. Das Spirituosenangebot lässt sich vor allem im Grappa-Bereich wirklich sehen, dort findet man sicher einiges Erlesenes!
Das Warten auf die bestellten Speisen wurde uns dank des schönen Ausblicks nicht lang. Das Essen wurde auf vorgewärmten Tellern serviert, schmeckte frisch und sehr lecker und war nicht zu üppig portioniert. Auch das Dessert (hausgemachtes Tiramisu) war köstlich!
Die Preise der Gerichte sind bei der angebotenen Qualität mit 8 bis 12 Euro wirklich moderat. Weine (ca. 4,50 Euro pro Schoppen), Spirituosen (bis zu 10 Euro pro 2 cl) und Desserts (zwischen 4 und 8 Euro) sind zwar etwas teurer, aber ihren Preis auch dank des ausgezeichneten Services auf jeden Fall wert.
Der Abstieg über die Feuerwendeltreppe war zwar eigentlich nicht erlaubt, aber für uns ein abenteuerlicher Abschluss eines schönen Abends. Wir kommen gern wieder und freuen uns schon auf das Ausprobieren der Vorspeisenplatte für zwei Personen (16 Euro). Oder wir testen das angebotene Lachsessen (ein Glas Prosecco und Lachsspeisen, so viel man schafft, für 25 Euro pro Person). Oder aber (und das reizt mich sehr!) wir genießen das samstägliche „Canzone d´Amore“ für Verliebte: ein Glas Prosecco, ein 4-Gang-Menü und eine Flasche Wein für zwei Personen zum Gesamtpreis für 48 Euro! Schon bei dem Gedanken daran komme ich ins Schwärmen… Bella Italia in Halle!