Dienstag, 18. März 2008

Gilmore Girls - Abspann

Das war´s also mit den Gilmore Girls. Letzten Freitag. Unwiderruflich sind sie vorbei, die spritzigen Dialoge unter den glitzernden Lichterketten des Vorzeigestädtchens Stars Hollow. Aber so richtig spritzig war ja die Serie schon eine Weile nicht mehr. Eigentlich schon, seit Rory in Yale aus der WG mit Paris ausgezogen und bei diesem Huntzberger eingezogen war. Ab da war sie erwachsen, und zwar mehr als ihre Mutter. Mit der konnten wir noch mitbangen und -leiden, wenn sie alles andere als vernünftig zwischen alter und neuer Liebe schwankte, mal den und dann wieder den ehelichen wollte – und schließlich wirklich den Falschen heiratete. Denn dass der der Falsche war, war uns allen klar! Auch Lorelai. Aber bis zur vorletzten Folge wollte sich nichts richtiges anbahnen zwischen ihr und dem Richtigen – Luke. Da gab´s nur ein paar zaghafte Small Talks, ein ziemlich zittriges Ansingen in der Karaoke-Bar und ein blaues Basecape. Würde noch alles gut werden am Ende? - fragten wir uns ängstlich. Und es wurde gut! Es gab einen Job für Rory, der ihren Wegzug aus dem Städtchen und damit das Ende der Serie begründete. Es gab ein Abschiedsfest, auf dem diejenigen fehlten, die sowieso aus ihrem Leben verschwunden waren: Dean, Jess und Logan. Lorelai versöhnte sich mit ihren Eltern und darf weiterhin Freitags bei ihnen essen (wo wir gern dabei wären!). Und Lorelai versöhnte sich mit Luke… Hach, es ging so schnell – zu schnell! Ein kurzes: „Ich danke dir für alles, was du für Rory getan hast“ – „Ich will doch nur, dass du glücklich bist!“ – „Ach, Luke…“ – und schon lagen sie sich schmatzend in den Armen. Und ganz Stars Hollow schaute applaudierend zu. Damit hätte man den Abspann ablaufen lassen können. Aber es gab noch eine letzte Szene, in der die Gilmore Girls als traditionelles Doppelgespann auftraten und in der der rührend-klassische Satz „du hast mir alles gegeben, was ich brauchte, Mum“ nicht fehlen durfte: Rory und Lorelai sitzen in Luke´s Diner und trinken Kaffee, führen dabei einen ihrer spritzigen Dialoge und geben uns das Gefühl, dass alles bleibt, wie es immer war. Und vielleicht ja irgendwann doch noch gezeigt wird.