Montag, 19. Februar 2007

KLICK KLACK KLOCK

Gestern im Flamenco-Workshop habe ich die Grundbegriffe des Kastagnettenspiels gelernt. Und vom Blatt gespielt! Mir war bisher nicht klar, dass es für Kastagnetten Partituren gibt. (Klar, jetzt leuchtet´s mir schon ein... Kastagnetten sind ja auch Orchesterinstrumente.) Grundsätzlich ist so eine Kastagnetten-Partitur einfach zu lesen.
Statt fünf Notenzeilen gibt es nur zwei (ist ja auch logisch, man hat ja nur zwei Hände und die Dinger können keine Melodie spielen): die obere steht für die rechte Hand (KLICK), die untere für die linke (KLACK). In der Mitte stehende (zusammengeklebte) Noten bedeuten, dass man beide Hände, also auch die Kastagnetten, zusammenschlagen muss – KLOCK. Die Noten sehen so wie auf jeder Partitur aus – Viertel-, Achtel-, Sechzehntelnoten... Man muss „nur“ auf Reihenfolge und Tempo von oben und unten (rechts und links) achten. Einzelnoten werden mit aufeinanderfolgenden Fingern auf der Kastagnette „gepunktet“ (genauso wie man aus Langeweile mit den Fingern den Radetzky-Marsch auf die Tischplatte klopft). Tja, und wenn man dann vom Blatt spielt (zu kindlich-lustiger Klavierbegleitung), hört sich das so an:
KLICK – KLICK – KLICK – KLICK – KLACK KLICKKLICK – KLACK KLICKKLICK – KLACK KLICK KLACK KLICK – KLACK KLOCK KLACK. Nur wie ich das dann irgendwann zusammen mit Fußgeklapper und Händekreisen auf die Reihe bringen soll, ist mir noch unbegreiflich.